Pressemitteilung: Stellungnahme zur geplanten Lockerung des Verbots von Anwesenheitspflichten

Die neue Landesregierung in NRW plant das weitgehende Verbot von Anwesenheitspflichten in universitären Lehrveranstaltungen aufzuheben. Ziel sei es, den Universitäten mehr Freiheiten einzuräumen. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und das Studierendenparlament (StuPa) der Bergischen Universität Wuppertal kritisieren dieses Vorhaben in einer am 04. Oktober 2017 vom StuPa verabschiedeten Stellungnahme scharf:

„[…] Strikte Anwesenheitspflichten wurden zurecht abgeschafft. Sie stellen eine zusätzliche Einschränkung und unverhältnismäßige Belastung von Studierenden dar, die neben ihrem Studium Kinder großziehen, Verwandte pflegen, unter einer chronischen Erkrankung leiden oder einen Nebenjob ausüben müssen. Zusätzlich widersprechen Anwesenheitspflichten den Grundsätzen eines selbstbestimmten Lernens und Lehrens und leisten der Verwertungslogik im Bildungssystem Vorschub.“
„Das die Landesregierung nun versucht unter dem Deckmantel von Entbürokratisierung und Freiheit genau das Gegenteil tut, nämlich die Freiheit der Studierenden einschränkt und sogar das Potenzial für mehr Bürokratie schafft, ist höchst erstaunlich.“, so der AStA-Vorsitzende Markus Wessels ergänzend.
AStA und StuPa fordern die Landesregierung daher auf, von diesem Vorhaben schnellstmöglich Abstand zu nehmen.

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