Fairteiler

UPDATE: Zurzeit ist der Fairteiler aufgrund der Semesterferien und einer organisatorischen Neustrukturierung nicht aktiv. Zu Semesterbeginn wird der Fairteiler aber wieder wie gewohnt zur Verfügung stehen. Es werden weiterhin Helfer/innen gesucht (siehe unter „werde Foodsaver“).

Foodsharing auf der AStA-Ebene

Der Fairteiler ist auf der AStA-Ebene zugänglich und besteht derzeit aus einem Kühlschrank. Hier werden in unregelmäßigen Abständen, ca. ein- bis zweimal die Woche, von Foodsharing Wuppertal genießbare, aber nicht mehr verkaufstüchtige Lebensmittel aus kooperierenden Lebensmittelbetrieben, wie Bäckereien oder Supermärkten hinterlegt. Auf diese Lebensmittel können alle Menschen während der Öffnungszeiten der AStA-Ebene (Montags bis Samstags 7-22h) zugreifen.

Aber was genau ist ein Fairteiler eigentlich?

„Foodsharing ist eine tolle Möglichkeit Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und macht dazu einfach Spaß: Jede/r kann sich bedienen, ob arm oder reich, und damit etwas Gutes tun.“, so Lukas Vaupel, Referent für Ökologie und Mobilität, der federführend an der Umsetzung dieses Projekts auf der AStA-Ebene beteiligt war.

Ein Fairteiler ist ein privater Übergabeort, an welchem Lebensmittel, die nicht mehr benötigt werden, geteilt werden können. Die Grundidee ist, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Lebensmittel, die noch essbar sind und nicht mehr verkauft oder gewollt werden, können zu einem Fairteiler gebracht und so anderen zur Verfügung gestellt werden. Jede/r kann sich dort etwas mitnehmen. So kann verhindert werden, dass aufwendig produzierte und ressourcenintensive Nahrungsmittel unnötig im Abfall landen, wenn es doch noch Leute gibt, die diese essen möchten. Die Idee und ihre Umsetzung ist auch nach der gleichnamigen Bewegung als „Foodsharing“ bekannt.

Fairteiler

Der Fairteiler auf der AStA-Ebene

Die ehrenamtlich und geldfrei agierenden Foodsaver, die die Lebensmittel aus kooperierenden Betrieben zu den verschiedenen Fairteilern der Stadt bringen, sind als freie Initiative organisiert. Der in Köln ansässige Verein foodsharing e.V. stellt für die Koordination der Abholungen und Organisation der inzwischen über 20.000 Foodsaver die Homepage foodsharing.de zur Verfügung. Hierüber haben auch alle Interessierten als „Foodsharer“ die Möglichkeit, digitale Essenkörbe – wie eine kleine Anzeige – zu schalten, um überschüssige Lebensmittel mit anderen zu teilen. So konnten bisher bereits über 5.000.000t Lebensmittel gerettet werden (Stand: Oktober 2016).

Normalerweise ist es so, dass bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum der Hersteller für die Unbedenklichkeit seiner Produkte haftet, danach geht die Haftung auf die/den Verkäufer/in bzw. dessen Arbeitgeber über. Das hat zur Folge, dass aufgrund des Risikos häufig unbedenkliche Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, weggeworfen werden. Denn das MHD sagt lediglich aus, wie lange der Hersteller für die von ihm gewünschte Qualität seiner Produkte – in Hinsicht auf Geschmack, Aussehen, Geruch – garantieren kann und zielt nicht auf ein potentielles Gesundheitsrisiko ab, anders als das Verbrauchsdatum. Dieses befindet sich z.B. auf rohem Fleisch und ist gekennzeichnet mit „zu verbrauchen bis“.
Der Verein mit Hilfe der ehrenamtlichen Foodsaver trägt so dazu bei, den Wegwurf von genießbaren Lebensmitteln zu verhindern und bietet eine Struktur, die es für die beteiligten Unternehmen risiko- bzw. haftungsfrei frei möglich macht, die Lebensmittel vor dem Müll zu retten.

Ihr möchtet selber Lebensmittel teilen?

Es sollen nur Lebensmittel geteilt werden, die man selbst noch essen würde, die also in einem essbaren Zustand sind. Auch Lebensmittel die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, dürfen im Kühlschrank abgelegt werden – solange sie potentiell essbar und nicht verdorben sind. Jedoch dürfen Lebensmittel mit Verbrauchsdatum aufgrund des erhöhten Gesundheitsrisikos nicht geteilt werden. Dies ist an der Überschrift über dem aufgedruckten Datum des Produktes erkennbar: „mindestens haltbar bis“ ist von „zu verbrauchen bis“ zu unterscheiden, da man an ersterem bedenkenlos riechen oder probieren kann, um zu überprüfen, ob es noch genießbar ist.

Kühlt Lebensmittel, die einer Kühlung bedürfen und die ihr über den Fairteiler teilen wollt, bitte auf dem Weg zur AStA-Ebene (beispielsweise in Kühltaschen oder –boxen), um eine mögliche Keimbildung so lange wie möglich zu vermeiden.
Folgende Lebensmittel dürfen nicht über das Foodsharing geteilt werden, da immer ein potentielles Gesundsheitsrisiko besteht:
– Schweinemett
– Rindergehacktes
– Produkte aus nicht erhitzter Rohmilch
– Frisch zubereitete Speisen, die Ei enthalten
– Cremes und Pudding, Tiramisu und Mayonnaise ( wenn mit Ei und Milch hergestellt

Ihr möchtet selber Foodsaver werden und Lebensmittel retten?

Wenn ihr selber auch Lebensmittel von einem Supermarkt oder anderen kooperierenden Betrieben abholen möchtet, oder dazu beitragen möchtet, dass noch mehr Lebensmittel gerettet werden können, dann macht mit bei Foodsharing Wuppertal.

Werde Foodsaver!

Werde Foodsaver!

Um Foodsaver zu werden müsst ihr euch unter http://foodsharing.de anmelden und zunächst das Foodsharing-Quiz bestehen. Anschließend könnt ihr mit dem/der Botschafter/in in eurer Region Kontakt aufnehmen und bei drei Probeabholungen mitmachen. Danach bekommt ihr euren Foodsaver-Ausweis mit dem ihr eigenständig Lebensmittel abholen könnt und diese zu unserem oder einem anderen Fairteiler bringen könnt. Dabei dürft ihr euch natürlich auch selber bedienen.

Ihr sucht nach weiteren Informationen zum Thema Foodsharing? Im Lebensmittelrettenwiki findet ihr die Antworten: -> zum Wiki

 

Falls noch Fragen offen geblieben sind oder die Neugier geweckt wurde: Vorbeikommen, ansehen und einfach mal ausprobieren! Für alle weiteren Fragen steht das Referat für Ökologie und Mobilität zur Verfügung.

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